Spiele zur Unterhaltung

Spiele begleiten Gesellschaften seit Jahrtausenden und haben sich mit dem Wandel der Medien von analogen Formaten bis zu digitalen Browser- und Konsolenspielen weiterentwickelt. Manche Ideen sind so einfach wie genial, dass sie Generationen überdauern. Drei davon findest du hier: Tic Tac Toe, Snake und Endless Runner. Erfahre mehr über ihre Ursprünge und probiere sie gleich selbst aus!

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TIC TAC TOE

Tic Tac Toe gehört zu den weltweit bekanntesten Spielen und das nicht erst seit wenigen Jahrzehnten. Seine Ursprünge reichen bis ins 12. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung zurück. Bereits in antiken Gesellschaften existierten ähnliche Spielformen: Im römischen Raum war ein Spiel namens «Terni Lapilli» verbreitet, bei dem die Spielenden jeweils drei kleine Steine auf einem Spielfeld bewegten. Auch aus dem Alten Ägypten sind Spiele überliefert, die dem heutigen Tic Tac Toe ähneln.

Das heute gebräuchliche 3×3-Raster setzte sich im Laufe der Geschichte als Standard durch. Mitte des 19. Jahrhunderts gewann das Spiel im Vereinigten Königreich unter dem Namen «Noughts and Crosses» an Popularität. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es in den Vereinigten Staaten unter der Bezeichnung «Tic Tac Toe» bekannt.

1952 setzte der britische Informatiker Sandy Douglas das Spiel unter dem Namen «OXO» erstmals in digitaler Form auf einem Computer um. Es gilt als eines der ersten bekannten digitalen Spiele, bei denen eine Person gegen einen Computer antreten konnte. Das grundlegende Spielprinzip ist bis heute unverändert geblieben: Zwei Spielende setzen abwechselnd ein X oder ein O auf einem 3×3-Feld. Wer zuerst drei gleiche Symbole in einer Reihe (horizontal, vertikal oder diagonal) platziert, gewinnt. Spielen beide optimal, endet die Partie unentschieden.

Insgesamt existieren 255’168 mögliche Spielverläufe. Tic Tac Toe zählt damit nicht nur zu den frühesten digital umgesetzten Spielen, sondern fand später auch seinen Platz im Fernsehen, zum Beispiel 1992 als tägliche Gameshow beim deutschen Sender RTL.

tic tac toe
Schlange

SNAKE

Die Schlange bewegt sich schrittweise über das Spielfeld und wächst mit jeder aufgenommenen Nahrung. Ziel ist es, den verfügbaren Raum geschickt zu nutzen und Kollisionen zu vermeiden. Aus diesem klaren und leicht verständlichen Prinzip entwickelte sich «Snake» zu einem bekannten digitalen Klassiker.

Die Ursprünge reichen bis ins Jahr 1976 zurück: Damals erschien das Arcade-Spiel «Blockade», entwickelt von Lane Hauck und veröffentlicht von Gremlin Industries. Zwei Spielende konnten gleichzeitig antreten, jede Person steuerte eine Schlange über Pfeiltasten in vier Richtungen, wobei jede Bewegung eine Spur hinterliess. Ziel war es, die eigene Schlange so lange wie möglich zu bewegen, ohne mit Hindernissen oder der gegnerischen Spur zu kollidieren.

«Blockade» gilt als Wegbereiter für zahlreiche Varianten, darunter «Bigfoot Bonkers» oder die computerbasierte Version «Worm» (1978). Den weltweiten Durchbruch erlebte «Snake» jedoch erst 1997, als das finnische Unternehmen Nokia das Spiel auf dem monochromen Modell 6110 vorinstallierte. Entwickelt von Taneli Armanto in der Programmiersprache C, wurde es auf rund 400 Millionen Geräten ausgeliefert und prägte die mobile Spielkultur massgeblich. Neben dem Einzelspielermodus gab es auch eine Zweispieler-Option, die allerdings nur wenige nutzten.

Heute existieren für iOS und andere Plattformen hunderte Varianten von «Snake». Trotz moderner Spielewelten bleibt das einfache Konzept bis heute beliebt.

ENDLESS RUNNER

Endless Runner gehören zu den prägenden Spielgenres auf mobilen Plattformen und zeichnen sich durch ein einfaches Grundprinzip aus: Eine Spielfigur bewegt sich automatisch und pausenlos vorwärts, während die Spielenden Hindernissen ausweichen oder Verfolger*innen entkommen müssen. Das Spiel endet, sobald ein Hindernis den Lauf stoppt oder die Spielfigur eingeholt wird. Besonders bekannt wurde das Genre durch Spiele wie «Temple Run» und «Doodle Jump». In «Temple Run» durchqueren die Spielenden ein endloses Labyrinth. «Doodle Jump» hingegen führt sie durch unterschiedliche Themenwelten, darunter Unterwasserlandschaften oder saisonale Szenen wie Weihnachten oder Halloween.

Rennspiele wie «Speed Race» (1974) führten erstmals Elemente ein, die das Endless-Runner-Prinzip später prägten. Dazu gehörten die kontinuierliche Vorwärtsbewegung und das Ausweichen vor Hindernissen. Den Durchbruch auf mobilen Geräten erlebte das Genre ab 2009, als Smartphones und Touchscreens einfache Steuerungsmöglichkeiten boten. Besonders prägend war das von Adam Saltsman entwickelte Spiel «Canabalt». Das Spiel setzte auf minimalistisches Design und liess die Spielenden durch dystopische Kulissen springen – ein Konzept, das schnell grosse Beliebtheit erlangte. In den folgenden Jahren brachten viele grosse Franchises eigene Varianten für Mobilgeräte heraus. Auch Googles «Dinosaur Game», das 2014 im Chrome-Browser eingeführt wurde, zählt heute zu den bekanntesten Beispielen.

Endless Runner haben die Entwicklung zahlreicher moderner Mobile- und Indie-Spiele beeinflusst. Die Kombination aus stetiger Bewegung, einfacher Steuerung und fortschrittsbasierten Belohnungen findet sich in vielen weiteren Spielen wieder. Zukünftig könnten Endless Runner durch Augmented und Virtual Reality sowie erweiterte Personalisierungsoptionen neue Impulse erhalten.

Fantasiefigur